Wie war das noch mal mit der Schilddrüse?


Die Schilddrüse, lat. „Thyreoidea“ genannt, ist ein am Hals lokalisiertes Organ in Schmetterlingsform. Durch ihre relativ oberflächliche Lage unterhalb des Kehlkopfes lässt sie sich meist gut tasten und pathologische Vergrößerungen, umgangssprachlich als „Kropf“ bezeichnet, sind oft bereits mit dem Auge erkennbar.

 

Ihre Funktion liegt in der Produktion der Schilddrüsenhormone,

die auf mannigfaltige Organe und Körperfunktionen ihre Wirkung ausüben. Diese tragen unter anderem zur Regulierung von Körpertemperatur, Kalorienumsatz, Herzfunktion, etc. bei.

 

 

Weiters bildet die Schilddrüse mit dem Calcitonin ein Hormon, welches im Kalziumstoffwechsel eine Rolle spielt.

Es bewirkt zusammen mit Vitamin D und dem Nebenschilddrüsenhormon die Regulation des Kalziumhaushalts im Blut und nimmt dadurch Einfluss auf die Knochenkonsistenz. Jedoch spielt es im Gegensatz zu den beiden vorher genannten Hormonen eine eher untergeordnete Rolle.

 

Durch die Häufigkeit von Schilddrüsenerkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenknoten, nimmt dieses Organ in unseren Breiten einen nicht unwichtigen Stellenwert ein. Rund ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung ist von Schilddrüsenknotenbildungen betroffen.

 

Die Ursache dieser Häufung liegt in einem lokalen Jodmangel, der durch Auswaschungen im Rahmen der Eisschmelzen zustande gekommen ist.

Es treten jedoch relativ häufig auch andere Erkrankungen, die mit einer Über- oder Unterfunktion im Zusammenhang stehen, auf, worauf zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen werden wird.