Wie war das noch mal mit den Nebennieren?


Die Nebenniere ist ein beidseitig der Niere aufliegendes, kleines Organ mit jedoch großer Bedeutung für den Stoffwechsel. Seine Bedeutung liegt in der Produktion von lebenswichtigen Hormonen wie beispielsweise Cortisol oder Adrenalin.

 

Die Nebenniere besteht aus einer Rinden- und Markregion.

Die in der Rindenregion produzierten Hormone werden gemeinhin als Steroidhormone bezeichnet.

 

Gemäß ihrer gemeinsamen Vorstufe überschneiden sich die Hormone auch in ihrer Wirkung:

Zum einem werden auf Cholesterinbasis Sexualhormone wie Testosteron, Östradiol und Progesteron gebildet. Diese haben – wie der Name schon andeutet – Einfluss auf Ausbildung der Geschlechtsorgane, Libido etc.

 

Zum anderen werden Cortisol und Aldosteron (ein sogenanntes „Mineralokortikoid“) gebildet. Cortisol ist – wie seine medizinisch genutzten Verwandten – entzündungshemmend, blutzuckersteigernd, herzfrequenz- und blutdrucksteigernd. Aldosteron fördert sowohl die Anreicherung von Natrium und Wasser. Dieser Effekt führt zur Blutdrucksteigerung.

 

In der Markregion werden sogenannte „Sympatomimetika“ gebildet – also Hormone, die den Sympatikus fördern. Durch diese Steigerung der Puls- und Blutdruckwerte, Steigerung der Aufnahmefähigkeit etc. wird der Körper in einen Zustand der Aufmerksamkeit versetzt.