Wie war das noch mal mit dem Darm...?


... im Allgemeinen?

 

Der Darm ist in seinem Aufbau durch eine innere Schleimhautschicht und eine äußere Muskelschicht gekennzeichnet, wobei letztere durch regelmäßige Bewegungen in Richtung Anus den Transport des Speisebreis gewährleistet.

Mit einer Gesamtlänge von fünf bis sieben Meter erreicht dieses Organ eine beachtliche Länge. Durch Ausbildung sogenannter „Zotten“ kommt eine sehr große Oberfläche zustande, welche die Aufnahme von Nährstoffen begünstigt.

 

Seine Unterteilung erfolgt in einen Dünndarm und darauffolgend in einen Dickdarm, welche sich auch funktionell voneinander unterscheiden:

Der Dünndarm stellt das Bindeglied zwischen Magen und Dickdarm dar und gliedert sich in die Abschnitte „Zwölffingerdarm“, „Leerdarm“ und „Krummdarm“. Diese sind hauptverantwortlich für die Verarbeitung und Aufnahme von Nährstoffen.

 

Der Dickdarm ist ein rahmenförmig im Bauch angeordnetes Organ, welches unter anderem der Formung des Stuhles und dem Wasserentzug dienen soll. Man gliedert diesen in „Blinddarm“, „Grimmdarm“ und „Mastdarm“.

Durch einen Anstieg an Verdauungsbeschwerden in der Bevölkerung wurde in letzter auch medial vermehrt über Krankheitsbilder wie einer Glutenunverträglichkeit oder Lactoseintoleranz berichtet.


Wie war das noch mal mit dem Dünndarm?

Der Dünndarm wird in drei Abschnitte – Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm – unterteilt, welche an dieser Stelle näher erläutert werden sollen.

 

Zwölffingerdarm (Duodenum):

Wie der Name bereits sagt, entspricht seine Länge in etwa zwölf Querfingern. Er ist räumlich durch den sogenannten „Pförtner“ vom Magen getrennt und bildet Hormone, welche einerseits die Produktion und Ausschüttung von Enzymen der Bauchspeicheldrüse fördern, andererseits das Zusammenziehen der Gallenblase und dadurch die Ausschüttung von Gallenflüssigkeit in den Darm bewirken. Durch Einmündung des meist gemeinsamen Endganges von Bauchspeicheldrüse und Galle werden diese Enzyme dem Speisebrei beigemengt. Die Galle fördert hierbei hauptsächlich die Aufnahme von Fetten. Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse bewirken eine Zerkleinerung von Zucker und Fettbestandteilen.

 

Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum):

Diese sind hauptsächlich für die Nährstoffaufnahme des nun bereits zersetzten Speisebreis verantwortlich.

Am Ende des Krummdarms befindet sich eine räumliche Trennung zum Dickdarm, die ein Zurückfließen des Stuhles verhindern soll. Diese wird als „Bauhin'sche Klappe“ bezeichnet.


Wie war das noch mal mit dem Dickdarm?

Die Unterteilung des Dickdarms erfolgt wiederum in drei Abschnitte – Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm.

 

Blinddarm (Caecum):

Dieser schließt sich dem bereits erläuterten Krummdarm an und ist von diesem durch die Bauhin'sche Klappe getrennt.

Die im Allgemeinen gebrauchte Bezeichnung „Blinddarm“ ist medizinisch nicht korrekt, da damit lediglich der Wurmfortsatz des Blinddarms („appendix vermiformis“) gemeint ist. Dieser ist bekannterweise des Öfteren von Entzündungen betroffen.

 

Grimmdarm (Colon):

Wie auch in den anderen Darmabschnitten besiedeln den Dickdarm eine Vielzahl an Bakterien, welche in ihrer Aufteilung einem jeden Menschen individuell eigen sein dürften.

Wichtig sind diese nicht nur für die Zersetzung von Nahrungsbestandteilen sondern auch für die Regulierung des Immunsystems.

 

Es besteht z.B. der Verdacht, dass eine Veränderung des Milieus durch wiederholte Antibiotikagaben die Ausbildung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten fördert.

 

Mastdarm (Rectum):

Hier folgt die endgültige Formung des Stuhles. Dem Rectum anschließend folgt der Anus mit seinem Schließmuskel.

Ein im Bereich des Enddarmes befindliches Venengeflecht kann sich durch Erweiterung zu Hämorrhoiden ausbilden.